Sie fragen – Wir antworten: Häufige Fragen zu Implantaten

Nicht immer. Der limitierende Faktor ist hier das Volumen des knöchernen Implantatlagers. Sind die eigenen Zähne vor vielen Jahren entfernt worden oder waren sie nicht angelegt, kann das Volumen des Kieferkamms bis unter einer kritischen Grenze abgebaut worden sein. In diesem Fall sind nur noch sehr wenig oder gar keine Zellen (Osteoblasten) in der betreffenden Region vorhanden, die Knochen reparieren oder neu bauen können.


Doch gibt es heute viele moderne Möglichkeiten, mit schonenden Operationstechniken eine gute Wiederherstellung des oberen und unteren Kieferknochens zu erreichen. Bei SMILE ID werden nur die modernsten Techniken angewendet.
Nach unserer Erfahrung heilt ein Implantat am Besten ein Implantat, wenn es ca. 4 bis 8 Wochen nach Entfernen eines Zahns eingesetzt wird. Wichtig ist, nicht zu lange damit zu warten, denn in den ersten 2 bis 3 Jahren gehen 40 bis 60 % des Kieferknochens verloren, und der Wiederaufbau des Knochens ist nicht immer einfach, aber immer kostspielig.

Manchmal kann das Implantat auch sofort nach der Zahnentfernung eingesetzt werden. Dieses Vorgehen bezeichnet man als Sofortimplantation und ein auf diese Art eingesetztes Zahnimplantat als Sofortimplantat.
Die Implantation bei SMILE ID erfolgt immer unter absolut sicherer Schmerzausschaltung – entweder durch eine lokale Betäubung, im Dämmerschlaf (Sedierung) oder auf Wunsch in Vollnarkose. Die betäubende Wirkung einer lokalen Anästhesie (Betäubung) hält hierbei mindestens 2 Stunden an. Da das Knochengewebe selbst kein Nervengewebe enthält ist eine sichere Reizausschaltung des darüber liegenden Gewebes (Zahnfleisch, Knochenhaut (Periost) etc. sicher. Der Knochen ist ein reines Stützgewebe, das man theoretisch komplett ohne Betäubung bearbeiten könnte.
Ja – ABER:
Es gibt umfangreiche Statistiken, die belegt haben, dass bei starken Rauchern nach 5 Jahren fast 60 % der Implantate wieder entfernt werden mussten oder sich selbst aus dem Knochen gelöst hatten.
Heutzutage sind Implantate jedoch durch Designänderungen der äußeren Form und eine moderne Materialabstimmung deutlich verbessert. Platform-switching, Konusverbindung und Zirkonoxyd sind Konstruktionsmerkmale dieser modernen Zahnimplantate. Bei Rauchern, die deutlich weniger als 10 Zigaretten am Tag rauchen, führten diese Verbesserungen zu vergleichbar guten Ergebnissen wie bei Nichtrauchern.
Dennoch: Nikotin bewirkt, dass sich die dünnen Blutgefäße der Körperoberfläche nach dem Konsum einer Zigarette für einen längeren Zeitraum zusammenziehen. Besonders in der Mundhöhle wirkt Nikotin schnell, dafür aber lange, da die Mundhöhle besonders gut durchblutet ist. So auch im Zahnfleisch um Implantate herum. Wird nun ein Implantat von Bakterien angegriffen, kann die körpereigene Immunabwehr dem entzündeten Zahnfleisch und Knochen nicht helfen, da die Blutversorgung eingeschränkt ist. Die Folgen sind zunächst eine oft unerkannte, weil symptomlose Zahnfleischentzündung um das betroffene Implantat herum (Periimplantitis) und dann ein oft sehr schneller und weitreichender Knochenabbau mit möglichem Implantatverlust.
Langfristig sollte ein Raucher mit Zahnimplantaten grundsätzlich dauerhaft unter 10 Zigaretten pro Tag bleiben. Um das Risiko das Implantat zu verlieren muss unbedingt eine sehr regelmäßige Individualprophylaxe und täglich eine ausreichende (500 mg) Vitamin-C-Einnahme durchgeführt werden. Warum Vitamin-C? Neben seiner wichtigen Wirkung für das Immunsystem als Radikalfänger (auch in der Mundhöhle) ist Vitamin-C ein Co-Faktor, welches für den Kollagen- und damit auch den Knochenstoffwechsel besonders wichtig ist. Durch eine regelmäßige Vitamin-C Einnahme wird verhindert, dass der Knochenstoffwechsel, bei dem abgestorbene Zellen vom Körper abtransportiert werden, zum Erliegen kommt.